Interview mit L. Dabrock

Pflege muss ganz persönlich passen!

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Wichtiges Zeichen

St.-Franziskus-Haus enthält Signet für Barrierefreiheit

Ebenerdiger Eingang, breite Durchgänge, leicht zugängliche Lifte: Selbst in öffentlichen Einrichtungen ist eine solch behindertengerechte Bauweise bei Weitem keine Selbstverständlichkeit. Umso stolzer sind wir, dass wir für unser Haus mit dem Signet “Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren“ ausgezeichnet wurden – als erstes Haus nicht nur in Oelde, sondern im gesamten Kreis WAF. Ein entsprechendes Schild signalisiert Besuchern mit Behinderung seit dem 19. August 2010 gleich am Eingang, dass sie sich im Haus problemlos bewegen können. Zur offiziellen Übergabe kamen Bürgermeister Karl-Friedrich Knop, die Behindertenbeauftragte der Stadt Oelde, Mechthild Gröver, sowie der Rollstuhlfahrer Andreas Proske.

Galerie »NRW Barrierefrei«
(Zum Vergrößern auf die Miniaturen klicken.)

Die Auszeichnung macht deutlich, dass wir auch in Bezug auf Barrierefreiheit eine Vorreiterrolle übernommen haben. Nordrhein-Westfalens Behindertenbeauftragte Angelika Gemkow hatte zur Einführung des Signets im März 2010 erklärt, sie erwarte, dass die mit der Auszeichnung verbundene Anerkennung auch für andere Einrichtungen als Ansporn diene, ähnliche Anstrengungen zu unternehmen und dem guten Beispiel zu folgen. Wir im St.-Franziskus-Haus, sind stolz, diese Funktion erfüllen zu können. „Mit dem Signet zeigen wir deutlich, dass wir unsere soziale Verantwortung ernst nehmen und ein Herz für andere haben. Wir sind ein offenes Haus, und jeder Einzelne ist hier sehr herzlich willkommen, egal ob mit oder ohne Behinderung“, erklärt hierzu Hausmanagerin Annette Longinus-Nordhorn.

Sie hatte sich zur Bewerbung für das Signet an Mechthild Gröver im Oelder Rathaus gewandt. Denn verliehen wird die Auszeichnung von den Kommunen. Mitte Juni kamen dann Frau Haver von der Stadt Oelde und der Rollstuhlfahrer Herr Proske ins Haus, um den landesweit geltenden Kriterienkatalog zu überprüfen. Einen ganzen Tag waren sie damit beschäftigt. Zu den von ihnen festgestellten Pluspunkten zählen beispielsweise der bereits erwähnte ebenerdige Eingang, breite Durchgänge ohne Stufen und der Lift. Aber auch die schlichte Tatsache, dass alle Türen sich nach außen öffnen lassen, ist eine Hilfe für Menschen mit Behinderung. So können Helfer problemlos zu ihnen gelangen, auch wenn sie nach einem Sturz etwa hinter einer WC-Tür liegen. Frau Longinus-Nordhorn: „Die Barrierefreiheit sollte eine Selbstverständlichkeit werden, sodass auch Menschen mit Behinderungen sich ohne Hilfe gut bewegen können und ihre Eigenständigkeit somit behalten können. Dies bedeutet auch mehr Lebensqualität.“

Hören und lesen Sie hierzu auch die Berichterstattung der Medien:

Radio WAF am 20. August 2010:

Flash ist Pflicht!
Flash ist Pflicht!


Download: Sendung vom 20. August 2010, 15.30 Uhr - 720 KB

»Oelder Glocke« am 21. August 2010

Download: Artikel aus der »Oelder Glocke« - 790 KB